Tourismusstudenten treffen die Filmbranche aus MV - Mai 2016

Anlässlich des 26. Filmkunst-Festivals Mecklenburg-Vorpommerns machten sich 23 Studierende der Fachhochschule Stralsund aus den Tourismus-Studiengängen LTM (Bachelor) und TDS (Master) gemeinsam mit Prof. Dr. Scherl und Prof. Dr. Rasmussen auf den Weg nach Schwerin, um an der 2. Branchenkonferenz Film & Medien teilzunehmen. Im Demmler-Saal des Schweriner Rathauses fanden am 3. und 4. Mai 2016 Panels statt, die darauf zielten, Film-Produktionen ins Land Mecklenburg-Vorpommern zu holen und eine stärkere Vernetzung der Akteure zu erreichen.  

Während der ersten Diskussion bestand die Möglichkeit, Erfahrungen über Mecklenburg-Vorpommern (MV) als Kulisse auszutauschen, wobei es beispielsweise darum ging, den touristischen Wert des Bundeslandes zu erhöhen, da bewegende filmografische Geschichten als Reisegrund für viele Touristen dienen. Wie sich in der zweiten Debatte zwischen Vertretern der Parteien Linke, Grünen und CDU zeigte, gibt es derzeit allerdings nur wenige Produzenten in unserem Bundesland, welches sich besonders auf die fehlende Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern zurückführen lässt. 

Alle beteiligten Parteien erklärten sich als Befürworter der Wiedereinführung einer finanziellen Filmförderung, wobei jedoch lediglich die nach der diesjährigen Landtagswahl entstehende Koalition befähigt ist, diese Idee auch tatsächlich zu verwirklichen.

Am zweiten Konferenztag stand die Praxis im Fokus. Hier wurde das neue Filmformat ‚Webserien‘ von Experten der Branche besprochen. Bei Webserien handelt es sich um “Bewegtbild Häppchen”, die auf Grund ihrer Kürze z.B. auch morgens an der Bushaltestelle auf mobilen Geräten angeschaut werden können. Bei diesem Angebot wird viel Potential vermutet, jedoch stellte sich die Frage der Finanzierbarkeit von hochwertigen Produktionen als kritischer Punkt heraus. Eine Lösung bestünde darin, die Web-Serien in Kooperation mit Unternehmen zu produzieren, die mit den kurzen Filmen für ihre Marke effektiv werben können.

Zum Abschluss der Konferenz stellten Redakteure vom ZDF und NDR ihre Arbeit und die verschiedenen Fernseh-Formate vor.

Gleichzeitig ermutigten die Redakteure ausdrücklich Produzenten und Autoren aus Mecklenburg-Vorpommern, zukünftig mehr Film-Konzepte bei den Redaktionen einzureichen.

Volker Kufahl, Geschäftsführer der FILMLAND MV gGmbH, sagte im anschließenden Interview, dass das Image des Landes zu wenig nach außen kommuniziert würde. Dabei sei Film das wichtigste Medium, um Bilder, insbesondere bei einer Urlaubsregion wie Mecklenburg Vorpommern, zu transportieren. "Wir brauchen mehr hochwertige Filmproduktionen aus MV, weil wir uns im Wettbewerb mit anderen Regionen befinden, die ungleich höhere Mittel in ihre Filme und Bilder investieren als wir. Wobei unsere Filme sogar qualitativ besser sein können”.

Die Studierenden der Fachhochschule Stralsund sind auch im nächsten Jahr eingeladen und wurden gebeten, ihre Anregungen den Organisatoren der Branchenkonferenz mitzuteilen.